Auf geht’s nach Sri Lanka

Sri Lanka Weltreise
Am
3. September 2018

Wie ihr in unserem letzten Beitrag erfahren habt, entschieden wir uns für Sri Lanka als nächstes Reiseziel und wir hatten uns sehr darauf gefreut. Nach einem sechzehnstündigen Flug von Marrakesch über Doha, sind wir endlich in Colombo angekommen. Wir sind mit Qatar Airways geflogen und fanden den Flug sehr angenehm. Schneller Check-In, toller Service an Bord, sehr freundliche und engagierte Mitarbeiter und viel Beinfreiheit, die für Max besonders toll war.

Vor unserer Reise hatten wir uns ein wenig über mögliche Reiseziele in Sri Lanka informiert. Viele Ratgeber haben uns kurzerhand davon abgeraten direkt in der Hauptstadt Colombo zu bleiben. Daher entschieden wir uns für das Küstenstädtchen Negombo, einem Nebenort mit einem gewissen Flair und nur acht Kilometer vom Flughafen entfernt. Unser erstes Abenteuer in Sri Lanka hat direkt mit dem Tuktukfahren nach Negombo angefangen.

Unser erster Hafen in Sri Lanka: Negombo

Negombo ist nach allem was wir sagen können nicht besonders spektakulär. Es gibt hier einige Kirchen, Stände, einen Fischermarkt und jede Menge Sandstrand. Wir sind zwei Nächte dort geblieben, um uns zu aklimatisieren und den Jetlag zu überwinden. Nach unserer Ankunft im Hostel, bei der uns eine super freundlichen Gastfamilie empfangen hat, kamen wir dort unter.

Natürlich wollten wir direkt das einheimische Essen ausprobieren und haben die Gastfamilie gefragt, ob sie uns das bekannte Chicken Curry bestellen könnte. Wir waren etwa beim dritten Löffel, als wir sehr höflich nach Milch und Joghurt fragten! Das Essen war einfach so scharf, ich habe mein Bestes gegeben und konnte vielleicht die Hälfte essen, aber ganz satt war ich leider danach nicht. Aber wir haben direkt was gelernt, hier mussten wir darauf achten, dass wir nicht scharf bestellen.

Die Wasserlandschaft von Negombo

Natürlich zog es uns in den ersten Tagen auch gleich an den Strand von Negombo. Wir hatten die glorreiche Idee das „Dutch Fort“ in Negombo zu besichtigen. Es wurde in einem alten Reiseführer bei unserer Gastfamilie als große Attraktion in Negombo vorgestellt. Also los geht’s, direkt ins Tuktuk und gesagt „Bitte zum Dutch Fort“. Er war reichlich verwirrt. Wir fuhren los und genossen die lebendige Pflanzenwelt von Sri Lanka auf unserem Weg zum Dutch Fort. Der Tuktukfahrer ließ uns raus und wir fanden heraus, warum er so verwirrt war. Das Dutch Fort ist ein Gefängnis. Der Fahrer lachte und fragte uns noch, ob wir hineingehen möchten und dann fuhr er los.

Da wir nicht wirklich Lust hatten, in ein Gefängnis zu gehen, entschieden wir uns unsere Erkundung am Strand von Negombo fortzuführen. Hier entdeckten wir unseren ersten sri-lankischen Fischmarkt. Wir liefen einfach entlang des Marktes und beobachteten das geschäftige Treiben der Fischer, wie sie ihre Fische teilweise direkt vom Boot verkaufen, verhandeln oder Fische zum Trocknen auf dem Boden legten und mit Salz bestreuten, um sie länger haltbar zu machen.

Wir liefen weiter durch den Stadtabschnitt und redeten kurz mit einigen Einheimischen. Viele begrüßten uns und lächelten. Vor allem Kinder waren sehr aufgeschlossen aufgrund der lustigen weißen Gestalten. Durch das Dorf sind wir an einen Strand gelangt. Danach sind wir weiter entlang des Strandes gelaufen und haben das schöne Wetter und die Wellen genossen und haben dabei die Einheimischen beim Baden beobachtet. Der Strand zählt vielleicht nicht zu den schönsten Stränden in Sri Lanka, aber mit den Buchten und den vielen Booten, hatte es einen eigenen Charme. Vor allem mussten wir uns vor den Gezeiten in Acht nehmen. Da es schon häufiger vorgekommen ist, dass Menschen ins Meer gezogen wurden.

Die Zugfahrt nach Kandy

Nach unseren sehr erholsamen Tagen in Negombo, hatten wir genug Zeit unsere nächsten Schritte zu planen. Wir wollten mit einer uberähnlichen App, die sich Pickme nennt, von Negombo nach Colombo Fort fahren. Preismäßig wussten wir, dass es etwas teurer ist, als mit dem normalen Tuktuk. Aber dafür zahlen wir sicher Steuern und es ist alles ein wenig offizieller, vor allem haben wir eine Vorstellung was uns die Fahrt kosten wird.

Wir orderten also ein Tuktuk, dass uns an den Colombo Fort fahren sollte. Nachdem wir aber einsteigen wollten, sagte uns der Tuktukfahrer, dass wir doch bitte die Fahrt stornieren sollten, da hier eine andere Tuktuklobby beschäftigt ist und er keinen Ärger haben möchte. Gerade jetzt wollten wir
den Tuktukfahrern noch weniger Geld in den Rachen werfen. Also entschlossen wir uns über die App ein Nanofahrer anzufragen. Der kam auch prompt und die Fahrt stellte sich als überaus gemütlich dar.

Der Unfall

Wie immer waren wir schnell unterwegs und mit viel Gehupe sind wir in Colombo angekommen. An einer Kreuzung stand ein ziemlich großes Auto und unser Pickmefahrer hatte nichts Besseres zu tun als an einer roten Ampel dieses Fahrzeug zu rammen. In Deutschland wäre daraufhin die Hölle ausgebrochen, nicht aber in Sri Lanka. Der Fahrer wackelte kurz mit seinem Kopf und sagte „UPS,…“ wir beide sahen uns fassungslos an als der Fahrer auch noch anfing zu lächeln. Er stieg aus wie der Fahrer des größeren Fahrzeuges auf dem interessanterweise auch noch „POLICE“ stand. Beide sahen sich den Schaden an und lachten. Eintausend Rupien wechselten den Besitzer und die Fahrt konnte schon wieder weiter gehen.  Wir waren sprachlos und fingen einfach auch an zu lachen.

Streik!

Jedenfalls sind wir an der Zugstation gesund und munter angekommen. Wir erfuhren hier, dass an diesem Tag der gesamte Bahnverkehr streikt und die ewige Verspätungen und überfüllte Abteile zu erwarten seien. So standen wir da, etwas ratlos wie es weiter gehen sollte. Zehn Leute waren um uns herum und redeten auf uns ein. Wir waren mit unseren schweren Rucksäcken etwas genervt, da die zehn Leute uns unbedingt ein Tuktuk nach Kandy anbieten wollten. Nachdem wir uns endlich von der Menschenmenge befreien konnten, erfuhren wir von einem Bahnangestellten, dass wir am besten mit dem Bus fahren sollten. Die Busstation wäre auch nicht so weit weg. Also marschierten wir schnurstracks dahin und fanden auch sofort einen Bus, der uns mitnahm.

Die Fahrt dauerte auch ’nur‘ etwa sechs Stunden und wir waren echt überrascht, wie schnell die Zeit verging, auch wenn die Musik aus dem Lautsprecher plärrte. Zudem waren teilweise so viele Menschen im Bus, das wir dachten, dass er bald auseinander brechen musste. Aber wir erreichten unser Ziel und waren froh aus dem Bus auszusteigen. Wir schrieben unserem Gästehaus, die uns direkt ein Tuktuk vorbeischickten und uns für den besten Preis zum Hostel brachte.

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