Kyoto – der japanischen Kultur auf der Spur

Japan Weltreise
Am
25. Januar 2019

Kyoto Station

Wir würden hier vermutlich auch die Kyoto Station verzichten und gar nicht so viel darauf eingehen da die Bahnhöfe in Japan, z.B. der in Tokyo, alle ziemlich groß und interessant sind. Aber als wir in Kyoto vor dem Bahnhof umhergeirrt sind, hat uns ein Pärchen direkt angesprochen und uns ihr verbliebenes Tagesticket geschenkt. Wir waren ziemlich perplex und super dankbar. Sie konnten es nicht mehr verwenden und wir haben direkt Geld gespart.

Es ging direkt weiter zu unserer Unterkunft. Wir suchten nach einer passenden Verbindung und stiegen in den Bus. Der Busverkehr ist in Kyoto super ausgebaut und wir konnten in aller Ruhe in nahezu jede Station fahren. Das hat uns natürlich super geholfen, um von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Also ab in den Bus und volle fahrt zu unserer Unterkunft. Unsere Unterkunft war diesmal etwas spartanischer aber auch wieder mit eigener Küche.


Kiyomizudera

Wir haben nicht so viel Zeit für Kyoto eingeplant, daher machten wir uns sofort auf den Weg, um die Sehenswürdigkeiten von Kyoto zu erkunden. Da wir das freie Busticket hatten, haben wir das gleich mal ausgenutzt und sind direkt zum Kiyomizudera Tempel gefahren und das hat sich als eine super Idee herausgestellt.

Als wir also aus dem Bus ausgestiegen sind, haben wir schon gemerkt das hier etwas Besonderes sein muss. An jeder Ecke gab es Kimono Verleihe, die zum Stöbern einluden. Kleine Läden mit Essen, Dekoartikel und Accessoires erwarteten uns hier. Wir folgten der Menschenmenge, die sich in einer relativ enge Gasse zwängten und alle in eine Richtung marschierten. Viele trugen Kimono, andere waren anderweitig festlich gekleidet und wir mitten drin. So liefen wir einige Minuten bis wir das Ende der Gasse erreichten.

Hier wurden wir dann vom Glanz von Kiyomizudera erfasst. Einige riesige Tempelanlagen mit vielen Torii, die vor der Tempelanlage standen und die Besucher empfingen. Mahtab und ich waren begeistert. Die riesige Treppe und im Hintergrund der Tempel mit unendlich vielen Stufen. Nur eine Sache trübte unsere Begeisterung. Leider war der Tempel derzeit in Rekonstruktion und konnte von außen nicht in seiner vollen Pracht erstrahlen. Aber mit all den Leuten um dem Tempel herum, war es einfach ein festlicher Anblick.


Nijo Castle – Ninomaru Palace

Am nächsten Tag wollten wir uns den Ninomaru Palast ansehen. Dieser war, zum Glück, buchstäblich nur einen Steinwurf weit entfernt von unserer Unterkunft. Wir konnten von außen die Steinmauer bewundern und sind auch in das Schloss bzw. in den Palast gegangen.

Hier gab es neben der wunderschönen Architektur, unglaublich viele Bilder zu sehen. Zudem gab es auch einen sehr interessanten Gang im Palast. Dieser wurde laut Wikipedia „Nachtigallen-Flur“ genannt. Die Balken, auf denen wir im Flur getreten sind, hatten eine bestimmte Nagelkonstruktion, die durch unser Gewicht quietschte. Dieses Quietschen hört sich an wie der Gesang von Nachtigallen und führt dazu, dass keiner ungehört den Raum betritt. Es war ein wahnsinniges Gefühl, das wir auf den Gängen von Ministern und Shogunen laufen durften und das ganze natürlich barfuß. Hier konnten wir die Geschichte praktisch besser greifen und das hat uns begeistert.

Wir entschlossen uns auch dem Nijo Castle einen Besuch abzustatten oder besser gesagt der Gartenanlage, die durch Ihre Zen-Bauweise unglaublich beruhigend ist.


Das Teehaus

Was darf auf einer Japan Reise natürlich nicht fehlen? Richtig der Besuch im Teehaus. Hier im Gelände von Ninomaru Palast haben wir ein richtig süßes Teehaus gefunden, das auch eine wunderschöne Gartenanlage hatte. Hier haben Mahtab und ich uns erst einmal für unsere weitere Reise gestärkt und haben die bequeme Ausstattung der Japaner genossen.


Arashiyama – Bamboo Garden

Arashiyama oder auch besser bekannt als der Bambus Garten war unser nächstes Ziel auf der Reise. Hier wurden wir sofort nach unserer Ankunft mit dem Bus von Rikschafahrern angesprochen, ob wir nicht eine total tolle Tour buchen wollen, die wir nur mit den Rikschafahrern erleben würden. Diese waren sehr interessante Wägen, die von Männern gezogen worden sind und Pärchen die sich verliebt in die Augen sehen während sie unter den Schatten der Bambus fahren. Im Nachhinein hätten wir vielleicht auch eine Rikscha nehmen sollen.

Wir wanderten also durch den Bambus Garten und liefen von Hainen mit Bambus über Straßen zu verschiedenen Torii. All das war wahnsinnig schön und das einwandfreie Wetter hat uns so weit motiviert, dass wir uns komplett verlaufen haben. Wir standen am Ende absolut weit entfernt und ohne jegliche Informationstafeln da und wussten nicht so recht wie wir wieder auf die richtigen Wege kommen. Deswegen haben wir uns entschlossen zurück zum Ursprung zu laufen. Bis wir endlich den Bahnhof gefunden hatten. Hier gab es erst mal eine Kleinigkeit zu essen und wir schauten den Leuten bei Ihrem Tagewerk zu.

Mit vollem Bauch und ziemlich zufrieden mit unseren vier Tagen in Kyoto machten wir uns auf den Heimweg und bereiteten uns auf die weiterreise vor.

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