Mit Karacho von Kandy nach Ella

Sri Lanka Weltreise
Am
9. September 2018

An unseren Reisetagen sind wir immer begeistert. Es geht weiter, alles ist aufregend und wir genießen das immer sehr. Diesmal wollten wir mit dem Zug von Colombo nach Kandy fahren. Einige haben uns erzählt, dass die Zugfahrt ein absolut unvergessliches Erlebnis sein muss. Also wollten wir das natürlich auch machen.  Der Plan war in Kandy für zwei bis drei Tage zu bleiben und dann weiter mit dem Zug durch das Hochgebirge von Sri Lanka nach Ella zu reisen. Das hat auch fast geklappt,..

Der Temple of Tooth

Nach unserer Ankunft in dem Gästehaus in Colombo haben wir uns mal wieder eingerichtet. Die Rucksäcke ausgepackt und gefragt, ob unsere Pension auch Abendessen beinhaltet. Wir bekamen eine kleine Karte. Die Auswahl war nicht so groß, aber dafür einfach und lecker. Wir haben sehr gut gegessen und uns dann ins Bett geschmissen. Denn am nächsten Tag wollten wir Kandy unsicher machen und uns den Temple of Tooth näher ansehen.

Auf Empfehlung unseres Hostels nahmen wir den Bus, um direkt nach Kandy zu kommen. Leider war hier wirklich tiefste Regenzeit. Somit konnten wir uns nie sicher sein, nicht komplett Nass zu werden. Aber unser Gastgeber hatte auch dafür eine sehr coole Lösung parat, und zwar ein Hightech Regenschirm. Ich wusste gar nicht das es sowas gibt! Dieser Regenschirm hatte eine Plastikhülle, die komplett über den Regenschirm gestülpt werden konnte. Somit konnte er ohne Probleme in den Bus und auch in Restaurants mitgenommen werden.

Jedenfalls gingen wir nach Kandy mit dem Bus und erreichten unser Ziel, den Temple of Tooth ziemlich schnell und machten natürlich direkt einige Bilder. Da wir aber schon sehr viele Tempelanlagen in Thailand gesehen haben, haben wir uns gegen die 3000 Rupien entschieden. Wir haben den Temple nur von außen betrachtet. Der Kandy Lake, der vor dem Tempel angelegt worden ist, hat angeblich eine sehr blutige Geschichte. Anscheinend wurden die meisten Arbeiter die den See ausgehoben haben auch an dessen Grund versenkt.

Regenzeit

Nachdem wir die ein paar Hauptattraktionen von Kandy gesehen haben, sind wir noch in der Stadt umhergewandert und dann mit dem Tuktuk nach Hause gefahren. Leider waren die nächsten Tage nicht wirklich gut für uns. Erst hatte ich ein grandioses Google Update für mein Google Pixel, dass leider mein komplettes Handy lahmgelegt hatte. Zudem hat uns die Regenzeit voll erwischt. Es regnete ununterbrochen und wir waren für die restlichen nächsten Tage eingeschlossen und wir kamen nur Abends zum Essen raus.

Max versuchte in der Zeit verzweifelt sein Handy mit Rootinstallationen und allen möglichen anderen Tricks wieder zum Laufen zu bringen. Aber er musste sich nach dem Tag leider geschlagen geben und rief den Google Support an. Die waren aber sehr hilfsbereit und erklärten sich umgehend bereit sein Gerät zurückzunehmen und ein neues Ersatzgerät zu senden. Tja,… leider musste das alte Gerät nach Deutschland geschickt werden und das neue Gerät würde auch nur an eine Deutsche Adresse gesendet werden. Da war guter Rat teuer, aber den fanden wir in der Facebook Gruppe Weltreise und Langzeitreise. Sie meinten, wir sollten vertrauenswürdige deutsche Reisende fragen, die unser Handy mitnehmen würden.

Zugfahrt nach Ella

Durch den ganzen Regen und das kaputte Handy waren wir erstmal fertig mit Kandy und beschlossen weiter nach Ella zu reisen. Jetzt sollte es auch endlich mit dem Zug funktionieren. Wir haben erfahren das der Zug in Kandy immer überaus voll sein soll und wir am besten eine Station weiter vor Kandy einsteigen sollten. Da hier viele Menschen ausstiegen, hätten wir die Chance einen Sitzplatz zu ergattern.

Die Idee war gut, aber das Unterfangen war aussichtslos, der Zug war einfach so voll. Wir waren froh, dass wir unsere Rucksäcke irgendwo verstauen konnten. Max konnte zwei Kinder motivieren näher zusammenzuquetschen und hatte tatsächlich so eine Art Sitzplatz ergaunern können. Mahtab musste natürlich stehen, aber wir wechselten uns während der Fahrt ab.

Während der Zug durch das Hochgebirge rauschte, kamen wir mit der Familie der beiden Kinder ins Gespräch, die Max vorher zum Zusammenrutschen gebracht hatte. Wir verpeilten sind mal wieder ohne Essen zu einer acht Stunden Bahnfahrt angetreten. Zum Glück war die Familie so nett und bot uns Essen an, welches wir dankend annahmen. So kamen wir ins Gespräch. Sie erzählten uns das Sie in der Nähe von Colombo wohnen und wir wurden sogar eingeladen während unserer Reise dort zu übernachten.

Plätzchen wechsel dich

Da wir mit der Familie einen guten Stand hatten und alle in der Familie einen Sitzplatz hatten (immerhin acht Personen), konnten wir von nun an Sitzplätze wild tauschen. Alle zwei Stunden stand jemand auf und jemand anderes konnte Sitzen. Wir tauschten auch mit zwei spanischen Touristen die Plätze. Sie haben sich soooo gefreut nach vier Stunden Bahnfahrt endlich mal sitzen zu dürfen. Jedenfalls schafften wir es innerhalb von acht Stunden Bahnfahrt praktisch das gesamte Abteil zu kennen. Wir tauschten die Kameras, um Fotos voneinander zu machen und hatten richtig viel Spaß die Geschichten und Stories voneinander zu erfahren. Kurz vor Ella tauschten wir natürlich auch Kontakt Informationen.

Die Bahnfahrt war ein großartiges Erlebnis für uns! Nicht nur, dass wir so viele nette Menschen gelernt haben, sondern die Strecke war ein Traum. Durch das märchenhafte Hochland zu fahren und die wahnsinnige Landschaft und die Teeplantagen zu bewundern ist ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Es ist nicht um sonst das viele Reiseblogger diese Bahnfahrt als „World’s Most Beautiful Train Trip“ bezeichnen.

Ella ein Touristendorf mit Recht

Ella ist im Prinzip ein winziges Dorf mitten im Hochgebirge von Sri Lanka. Hier gab es erstmal nicht viel zu sehen, als wir aus dem Zug ausgestiegen sind. Links und rechts ein paar Häuser und viel Natur. Aber als wir auf den Berg zu unserem Gästehaus dem Senasuma Homestay kletterten, wussten wir warum dieser Ort so beliebt war. Das Wetter war perfekt, immer kam ein kleiner Wind auf und es war nie zu heiß oder zu kalt. Dazu kam die atemberaubende Aussicht die uns komplett verzauberte. Der Ort selbst liegt außerdem irgendwo im nirgendwo und es wirkt alles ein wenig surreal.

Little Adam’s Peak

Unsere erste Station in Ella war der Little Adam’s Peak. Das ist eine kleine Bergspitze auf der wir den Ausblick auf den Adams Peak und dessen Wasserfälle hatten. Zudem konnte man sehr weit ins Tal hinaussehen. Wir waren komplett gefesselt von dem Anblick und blieben ziemlich lange hier stehen und genossen die Aussicht. Wir waren wirklich froh, dass wir unser festes Schuhwerk gekauft hatten. An dieser Stelle Grüße an das Bergsport Kolb Geschäft in Kuppenheim, das uns bei der Auswahl der Schuhe geholfen hat, auch wenn kein Rabatt gab.

Nine Arches Bridge

Die Nine Arches Bridge ist eine Zugbrücke die wegen ihrer neun Bögen in der Brücke bekannt ist. Sie ist ein Architektonisches Meisterwerk und wir suchten eine halbe Ewigkeit nach einem Weg dorthin. Da der Weg nicht richtig ausgeschildert ist, haben wir uns entschieden auf dem Weg bei einem Gästehaus, das einen Super Ausblick hatte eine Pause zu machen und die Aussicht von dort zu genießen. 15 Minuten nach unserer Ankunft ist der Zug vorbeigefahren und wir haben einen hervorragenden Ausblick gehabt. Danach hat der nette Besitzer uns einen Geheimweg von seinem Haus gezeigt und uns motiviert unbedingt runter zur Brücke zu laufen. Es hat sich mega gelohnt.

Tee Fabrik

Die Teefabriken sind in Ella wohl das Hauptaugenmerk. Die Teeproduktion ist das größte Exportgut der Sri lankanischen Wirtschaft mit 10,5 % Anteil am Export. Hier haben wir auch ein nettes deutsche Pärchen kennengelernt und ratet mal, wir haben tatsächlich unser Handy nach Deutschland bekommen. An der Stelle möchten wir uns nochmal ganz herzlich bei denen beiden bedanken, das hat wirklich super geklappt.

Das wäre es jetzt aber fürs Erste. Wir hoffen der Beitrag war euch nicht zu lang und falls doch schreibt uns doch bitte. Nur so können wir uns für euch verbessern.

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