Verschnaufpause an der Ostküste

Sri Lanka Weltreise
Am
14. September 2018

Nach einigen Tagen in der landschaftlichen Seite von Sri Lanka ging es für uns weiter an die Ostküste. Hier ist ein Paradies für Wassersportler Arugam Bay, für Taucher gibt es ein Schiffswrack zu bestaunen und in Trincomale sollen die Strände wunderschön sein. Natürlich haben wir alles ausprobiert und ihr könnt in diesem Beitrag erfahren, wie es uns gefallen hat.

Arugam Bay: Paradies für Surfer

Von Ella ging es für uns, mit dem Bus, zunächst nach Wellawaya, in der Hoffnung das wir den Anschlussbus direkt dort erreichen können. Als wir dann aber ankamen, stellten wir dank vieler Tuktuk Fahrer und Busfahrer fest, das der nächste direkte Bus erst in drei Stunden fährt. Nachdem wir von vielen Tuktuk Fahrern bedrängt worden sind und von einem gruseligen Mann mit roten Zähnen auf Srilangeli angeschrienen worden sind. Beschlossen wir erst mal eine Cafeteria aufzusuchen. Wir suchten ziemlich vergeblich, da Wallawaya absolut keine Touristenstadt ist, waren überall Läden aber keine Restaurants oder Cafés. Nach einer Weile fanden wir das wohl dreckigste Café das wir je gesehen. In Ermangelung an Alternativen, der schweren Rucksäcke und der sengenden Hitze beschlossen wir uns dennoch dafür uns hineinzusetzen und etwas zu trinken.

Wir bestellten also zwei Elephants, die Sri Lankanische Limonade die ich keinem Empfehlen kann. Die Limo war wirklich zuckersüß und schmeckte extrem chemisch. Darum konnten wir nicht mal eine Flasche leer trinken. Aus unverhohlenem Ekel beschlossen wir uns doch ein Taxi für die restliche fahrt zu bestellen, da wir beide nicht in dem Café auf den nächsten Bus warten wollten. Also bestellten wir mit PickMe unseren nächsten Ride nach Arugam Bay.

Vertraut keiner Kartenapp

Nach etwa drei Stunden Fahrt sind wir mithilfe von Google Maps in unserem „Hotel“, an der Ostküste, angekommen. Als wir ankamen, waren wir beide voll positive über unser Hotel überrascht. Es gab ein sehr schönes Restaurant mit hervorragender Speisekarte, wundervolle Aussicht direkt aufs Meer und sogar eine Strandbar haben wir gesehen. Was für ein Traum von einem Hotel. Was für ein Schnäppchen dachten wir und haben uns wie verrückt gefreut und uns schon gefragt wie wohl die Zimmer aussehen würden. Das Hotelpersonal war etwas verwirrt, hat uns aber herzlich empfangen und sie drückten uns die Einkommensgetränke in die Hände.

Danach fragte uns der Mitarbeiter nochmal nach unseren Name und nach den Passports und sagte uns das sie unserer Reservierung nicht finden! Wir haben nochmal unserer Reservierung geprüft und haben dabei dann leider festgestellt, das wir am falschen Hotel aufgetaucht sind! Wir beide fanden es Schade und überlegten ob wir nicht umbuchen sollten, aber wir kannten das andere Hotel ja noch nicht das war bestimmt genau so gut, außerdem hatten wir kostenlose Getränke bekommen. Sie haben uns den Weg zu unserem Hostel gezeigt und wir haben uns ein kleines bisschen traurig verabschiedet. 🙂

Unser ‚echtes‘ Zimmer

Nach einem 20 minütigem Fußmarsch, sind wir bei unserem Hostel angekommen. Erschöpft durch den anstrengenden Reisetag und der Lauferei mit unserem Gepäck, wollten wir uns nur ausruhen. Ich öffnete die Tür und nach dem ersten Schritt war es knapp, dass es mich mitsamt dem Rucksack auf die Nase legte. Der Boden unter dem Türrahmen war ausgegraben, damit die Tür sich öffnen lies! Es gab also eine Kuhle direkt an der Tür, auf dem der Anhöhe vor uns, gab es dann die Betten mit zwei Matratzen aus Gummi. Das Moskitonetz war so an der Decke angebracht, dass wir uns im Bett damit zudecken konnten! Zudem war Max zu groß für das Bett und seine Beine hingen heraus. Wir beide waren einfach sprachlos!

Aber wollten gleichzeitig noch optimistisch bleiben. So liefen wir weiter ins Bad. Max öffnete diesmal die Tür. Das Waschbecken war so dreckig und der Abfluss war mit allem Möglichen verstopft! Die Klobrille war praktisch nicht existent und der Wasserhahn an der Dusche ließ sich nicht schließen. Von den ganzen Tieren ganz zu schweigen!

Ohne irgendwas wirklich anzufassen, haben wir erst mal geduscht und dann verließen wir das Zimmer. Nach dem Abendessen und einem ausgiebigen Spaziergang am Strand liefen wir zurück zum Hostel. Auf dem Rückweg haben wir die Einheimischen beim Carrom spielen getroffen. Carrom ist eine Art Fingerbillard, bei dem die Aufgabe ist die Mühlesteine, vom Spiel Mühle, in die Ecklöcher zu spielen. Wir wussten, es handelt sich dabei um ein traditionelles Spiel im indischen Subkontinent. Max ist auf die Leute zumarschiert und hat direkt nachgefragt, ob wir zuschauen dürfen. Die freundlichen Sri Lankaner haben uns direkt zum Spielen eingeladen, da man das Spiel auch zu viert spielen kann. Sie erklärten uns die Regeln und spielten eine ganze Weile mit uns, während wir uns mit Händen und Füßen unterhielten.

Horrornacht im Hostel

Nach dem langen Tag sind wir zurück ins Zimmer gegangen. Wir haben unsere Schlafsack ähnlichen Inlets ausgebreitet und sehr vorsichtig ins Bett gegangen. Wir konnten die ganze Nacht wegen der Hitze nicht richtig schlafen. Der Ventilator war extrem laut und machte die Hitze auch nicht wirklich erträglicher, die Gummimatrazen schafften es auch das wir in unserem eigenem Schweis gebraten wurden. Dementsprechend waren beide schon um 4 Uhr morgen wach und voll genervt. Erstmal haben wir unser Hostel für die weitere Tage storniert und ein richtiges Hotelzimmer in Arugam Bay gebucht.

Da wir sowieso nicht mehr schlafen konnten, sind wir entlang des Strandes spazieren gegangen. Kaum war die Sonne da, haben wir beide alle unsere Sorgen vergessen. Wir waren einfach so glücklich und haben ein Foto nach dem anderen geschossen! Nach dem Frühstuck am Strand sind wir gegen 9:00 Uhr zurück zum Hostel um unseren Sachen einzupacken und in unser neues Hotel umziehen. Das Zimmer war dann auch deutlich besser und natürlich auch um einiges teurer, aber das war es uns dann wert. Somit konnten wir die nächsten vier Tage in Arugam Bay viel besser genießen.

Safari Tour im Kuamana National Park

Am zweiten Tag haben wir eine Safaritour an der Ostküste gebucht und mit dem Jeep in den National Park Kuamana gefahren. Der Park ist nicht von den Touristen überlaufen und daher bietet er ein Erlebnis der besonderen Art. Wir konnten verschiedene Tierarten wie zum Beispiel Elefanten, Wasserbüffel, Krokodile und allen voran verschiedene Vogelarten beobachten. Am Ende unserer Tour hat ein wunderschönen Sonnenuntergang unseren Safari perfekt abgerundet.

Unser Traumstrand an der Ostküste

Von Arugam Bay sind wir weiter mit dem Bus, an der Ostküste entlang, nach Pasikuda gefahren. Die Busfahrt in Sri Lanka mit den Einheimischen ist jedes Mal ein einzigartiges Erlebnis. Die Busse fahren immer mit den offenen Türen und die Leute steigen während der Fahrt ein und aus. Die Reise war diesmal nicht wirklich reibungslos da es keinen Direktbus gab und wir umsteigen mussten.

Nach knapp fünf Stunden sind wir am Busbahnhof in Valchenai, in der Nähe von Pasikuda angekommen. Der Ticketverkäufer rief uns und sagte das wir für Pasikuda hier aussteigen sollen. Max hat direkt seine beiden Rucksäcke geschnappt und wollte aussteigen. In dem Moment fuhr der Bus nochmal an und bog in eine Kurve. Max verlor den Halt und knallte mit dem Kopf gegen den Türrahmen. Ich habe nur den Knall gehört und gesehen wie alle Passagiere ihn verkrampft festhielten! Da er sonst aus der offenen Bustür gefallen wäre. Der Fahrer hat mitbekommen was passiert ist und hat netterweise endlich angehalten, damit wir aussteigen konnten. Max hatte eine rießige Beule.

Hostel der Gemütlichkeit

So damit hatten wir den perfekten Start in Pasikuda gehabt. Also ab ins Tuktuk und direkt zu unserem Gästehaus. Als wir ankamen, hat der Besitzer mit der typischen ruhigen Art und Weise uns erst mal klar gemacht, dass das Zimmer noch nicht fertig ist und wir sollen ein bisschen Geduld haben. Alles klar, sagten wir beide und setzten uns an einen Tisch und ruhten uns ein wenig aus. Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie man sich an alles gewöhnt und sich anpasst, sogar an die extreme Gemütlichkeit der Einheimischen!

Nach einer  halb Stunde war das Zimmer fertig und wir durften rein. Für unserer Aufenthalt hat der Besitzer uns sogar Fahrräder kostenlos zur Verfügung gestellt. Somit waren wir in der kleinen Stadt perfekt ausgerüstet. Pasikuda bietet nicht viel, außer den wunderschönen Strand, der aufgrund der überschaubaren Gäste sehr ruhig ist. Das Wasser strahlt durch den kaum vorhandenen Wellengang und der Strand ist weiß und feinsandig. Also zusammen gefasst ist es ein Traumstrand.

Treffen bei Vollmond

Während unseres Aufenthaltes dort haben wir uns einen Tag Scuba Diving an der Ostküste gegönnt. Da wir gehört hatten, dass wir in Pasikuda am Schiffswrack tauchen können. Mit einer Gruppe von sieben Leute sind wir erst mal mit den Booten eine halbe Stunde gefahren. Der Tauchstart aus dem Boot war für uns beide Neuland und ein tolles Erlebnis. Die Tauchgänge haben jeweils ca. eine Stunde gedauert und wir haben einiges gesehen. Gegen 14 Uhr sind wir zurückgefahren und wir waren alle ziemlich fix und fertig.

Für den Abend haben wir uns mit zwei Pärchen aus unserer Tauchgruppe zum gemeinsamen Cocktail in der Nähe vom Strand verabredet. Als wir dort ankommen, war die Stadt Menschenleer! Wir dachten: „Laufen wir einfach weiter und versuchen eine Bar oder ein Restaurant zu finden“. Nach einer halbe Stunde Sucherei haben wir erfahren, dass es heute Vollmond ist und bei Vollmond wird in Sri Lanka kein Alkohol verkauft! Wer hätte gedacht das der Vollmond so eine wichtige Rolle spielt … 😀 .

Beruhigendes Trincomalee

Wir wussten, dass Trincomalee außer ein paar Tempeln und zwei Strände nicht viel anbietet. Aber da wir sowieso nach Dambulla fahren wollten, hat es super in unsere Route gepasst. So saßen wir wieder im Bus und sind nach Trincomalee gefahren. Unser 1 Sterne Hotel war wieder sehr einzigartig, da wir diesmal direkt neben einem Tempel wohnten. Sri Lanka ist ein Land der religiösen Vielfalt. Hier Leben die Buddhisten, Hinduisten, Muslime und Katholiken. Jedoch hat alles seine Vor- und Nachteile. Vor dem Sonnenaufgang haben wir kurz den Gesang des Azans gehört und von sieben bis zehn Uhr haben wir die sehr laute buddhistischen Tempelmusik genießen dürfen. Der perfekte Start in den Tag.

In Trincomale haben wir den Sri Pathrakil Amman Tempel besichtigt. Wie fast überall in Sri Lanka haben wir erstmal die Landschaft und die Natur auf dem Weg zum Tempel genossen. Der Tempel ist sehr farbenfroh und interessant mit ganz vielen tollen Figuren. Die Übersicht vom Tempel auf das Meer ist atemberaubend. Auf dem Rückweg hat es plötzlich angefangen zu regnen. So haben wir kurz beim Ausgang Pause gemacht, damit der Regen weniger wird oder aufhört. Danach haben wir wieder unsere Fahrräder geschnappt. Wir fuhren zu einem einheimischen Restaurant in der Nähe von unserem Hotel.

Nach vier Tagen in Trincomalee waren wir echt froh, dass es endlich mal wieder weiter geht und wir morgens nicht mehr mit der Musik aufwachen müssen. Wir haben uns mit dem Bus auf dem Weg nach Dambulla gemacht.

TAGS
ÄHNLICHE BEITRÄGE
Neueste Kommentare